In dieser Folge unterhalten wir uns das erste Mal öffentlich.
Neben einer kleinen Vorstellungsrunde von Fabian (als Gast und versuchsweise Moderator) und Chris (Host) ist der Schwerpunkt, eine korrekte Diagnose zu erhalten.
Einige Inhalte sind aus der Startergruppe von adhs-bremen.de .
Wir suchen Personen, die eine Selbsthilfegruppe leiten und sich im Podcast dazu vorstellen möchten.
Vielen Dank und bitte etwas Gnade für dieses, erstes Werk.
Veröffentlichung
24.05.2026
Schnitt
Magi (fast alles, vielen Dank!) und Chris
Links:
https://www.spektrum-stoerung.de
https://www.adhs-hb.de
Transkribierter Podcast:
Chris: [00:00:00] Alle Inhalte schildern unsere persönliche Meinung und müssen nicht allgemeingültig sein. (…) Dies ist unser erster Podcast von Fabian und Chris für und mit Spektrum Störung e.V. (..) Heute geht es um eine Vorstellung und die Diagnose. (….) Hast du denn so ein Riesenproblem, deine eigene Stimme zu hören oder ist das für dich okay?
Fabian: [00:00:29] Nein, das ist okay. Also ich kenne das, weil ich mir sehr, sehr oft Sprachnotizen mache und ich dadurch meine Stimme auch öfter höre.
Chris: [00:00:36] Aber das ist eine sehr gute Antwort, an der ich nicht gerechnet habe. Ich finde es immer sehr kurios, die eigene Stimme am Anfang zu hören. Aber okay, vielleicht fangen wir erst einmal an, uns vorzustellen. Und wir haben uns das ja so erdacht, dass du die Moderation machst erst mal. Ja, gerne. Ich probiere das. Und du ist übrigens, ich stelle dich jetzt vor Fabian.
Fabian: [00:00:53] Genau. Ja, ich bin Fabian, ich bin Ü40 und tatsächlich erst vor kurzem diagnostiziert. Und nachdem ich überhaupt angefangen habe, mich um dieses Thema zu kümmern oder sensibilisiert wurde durch jemanden aus meinem Bekanntenkreis, konnte ich das nicht glauben, dass es so lange gedauert hat, bis da jemand mal drauf gekommen ist. Und ich das selbst dann auch langsam immer mehr gesehen habe, was da los ist. (.) Und was absolut faszinierend war, ist, dass sich Stück für Stück einfach alles nur Erdenkliche erklären ließ, was in meinem Leben so passiert ist. Und da setzen sich immer noch Puzzleteile zusammen. Und das finde ich wirklich spannend. (.) Und ich bin unendlich dankbar, dass mich ein Freund überhaupt darauf angesprochen hat, also der selbst ADHS hat und eigentlich wie selbstverständlich davon ausging, dass ich auch weiß, was mit mir los ist. Und mich im Gespräch ganz offen gefragt hat, ob wir mal über ADHS sprechen könnten. Und ich habe etwas erstaunt gesagt, ja, können wir gerne. [00:01:54] Und hatte zu dem Zeitpunkt tatsächlich eigentlich so gut wie überhaupt kein Wissen um dieses Thema. Ich hatte tatsächlich im Grunde den hibbeligen Jungen vor Augen. Also das Bild, das, glaube ich, in der Gesellschaft noch relativ viele Leute einfach vor Augen haben, wenn man diese vier Buchstaben hört. Und ja, der meinte dann, er könnte es nicht glauben, dass ich das nicht weiß, weil er hätte das schon lange bei mir gesehen und hätte sich ein bisschen zusammenreißen müssen, mich darauf anzusprechen. Und daraufhin habe ich angefangen, mich zu informieren und konnte es, wie gesagt, nicht fassen, (.) ähm, wie eindeutig alles nur Erdenkliche auf mich zutraf. (.) Ja, genau. Das ist so ungefähr in ultrakurzform die Geschichte meiner Diagnostizierung. (.)
Chris: [00:02:45] Total faszinierend, wie jede Diagnose so unterschiedlich ist. Vielen Dank für diesen Einblick. Ich bin Chris, ich bin der Leiter der Selbsthilfegruppe ADHS in Bremen, habe einen Verein gegründet, Spektrum Störung, um mehr Hilfe anzubieten, (.) weil es systemisch meines Erachtens nach zu wenig Hilfe gibt. Ich habe meine Diagnose mit acht Jahren erhalten und bin sowohl ADHS als auch ASS betroffen. Und ich bin ebenfalls sehr dankbar, dass wir hier die Möglichkeit jetzt gerade haben. Es ergab sich praktisch über die letzten Wochen und Monate, dass wir einen Podcast machen wollten, also Fabian und ich. Wir haben an sich vor, andere Selbsthilfegruppen zu interviewen und zu schauen, was gibt es überhaupt alles an Hilfe? Wie kriege ich überhaupt Hilfe? Was gehört zu einer vernünftigen Diagnose? Das sind so Themen, die wir uns vorgestellt haben. Das hier ist quasi der erste Test-Stream, der intern bleiben wird. [00:03:47] Dann könnten wir jetzt praktisch einen zweiten Teil machen. Das heißt vielleicht auch als zweite Aufnahme. Und wir brauchen auf jeden Fall noch einen Jingle. Wer kann einen Jingle erstellen? Wir brauchen einen Jingle. Genau, unbedingt sogar. (..)
Fabian: [00:03:59] Ja, Thema Diagnose. Das ist ja ganz elementar, da genau Bescheid zu wissen. (..) Was hältst du für besonders relevant bei einer wirklich umfangreichen und belastbaren Diagnose? (.)
Chris: [00:04:16] Wir stellen immer wieder fest, dass Personen viel Geld nehmen, deren Diagnose dann anschließend nicht anerkannt ist. Und das ist natürlich für einen Menschen, der dir am Boden liegt und händeringend Hilfe sucht, einen hohen Leidensdruck hat, eine absolute Katastrophe dann, böses Wort, jetzt abgezockt zu werden. Also wenn ich merke, ich bekomme eine Diagnose, gehe zu meinem Hausarzt, meiner Hausärztin oder Psychiater, jedenfalls einer Person, die mir Medikation theoretisch geben darf und die erkennt es nicht an, dann habe ich praktisch Geld verbrannt. Und da wir das in der Gruppe immer wieder erleben, volle qualifizierte Kassenärztliche Sitze, die trotzdem nicht überall anerkannt werden. Besonders hoch ist der Anteil bei Heilpraktikern, dass es nicht anerkannt wird, weil da halt Geld gemacht wird. Wenn du überlegst, eine Kombidiagnose, also laut ICD-11, ich muss ein bisschen ausholen, ICD ist der International Catalog of Diseases, also das, was man vom typischen gelben Schein, den Code da kennt. [00:05:17] Und laut dem ist ADHS und ASS gegenseitig als Komorbidität, also als Begleiterkrankung eingetragen, um es kurz ein bisschen auseinanderzunehmen. Das heißt, wenn du ADHS hast, hast du auch mit gewisser Wahrscheinlichkeit ASS und umgekehrt. Es gibt quasi nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal ASS oder ADHS, sondern hast du eins, hast du auch mit gewisser Wahrscheinlichkeit das andere. Und was wir jetzt leisten können als Verein, ist Aufklärungsarbeit. Und das ist bei uns auch Bestandteil der Startergruppe, mit der jeder bei uns anfängt. Das heißt, wir würden erwarten, dass zu einer ADHS-Diagnose die Schulzeugnisse der ersten bis vierten Klasse abgeprüft werden. Wenn man die nicht mehr vorliegen hat, ist es kein Problem, aber es wäre zumindest gut, wenn danach gefragt werden würde. (.) Ein Schilddrüsentest, um eine Über- oder Unterfunktion abzuklären. Ein kleines Blutbild, um Entzündungsherde auszuschließen. Dann ganz wichtig, die klinischen Gespräche, die auch sehr, sehr wichtig sind. Also man sollte sich Zeit nehmen und sicherlich eine halbe Stunde unterhalten [00:06:20] mit der Person, die diagnostiziert, weil typische Muster immer wieder auffallen. Darauf sind diese Personen oder sollten darauf geschult sein. Dann gibt es anerkannte Formulare und Fragebögen. Da gibt es ja ganz viel inzwischen im Internet zu. Und das meiste davon ist nicht unbedingt anerkannt. Und das, was anerkannt ist, ist meistens echt veraltet inzwischen. Wir reden davon, zum Beispiel im ASS-Bereich von dem Coen Barron oder so ähnlich heißt der. Da ist es von, ich glaube, wenn ich jetzt nicht völlig schiefliege, um das Jahr 2000 herum. Ich glaube, 2001 ist es. Also wir unterhalten uns über 25 Jahre alte Qualifikationsverfahren zur Anerkennung von ASS. Und es gibt relativ wenig Aktuelles dazu.
Fabian: [00:06:59] Ja, spannend. Ist der Test denn vereinheitlicht? Also je nachdem, wo man, wo man, an wen man sich wendet?
Chris: [00:07:06] Also es gibt sicherlich ein paar Variationen, aber grundlegend basiert das Ganze praktisch auf dem ECD beziehungsweise auf dem DSM. Und dort gibt es so diese S3-Leitlinien, heißen die für ADHS. Und innerhalb dieser S3-Leitlinien ist eigentlich auch geklärt, was sein muss. Also wer es diagnostizieren darf und was dazu gehört. Es sollte vereinheitlicht sein. Sicherlich sind geringe Abweichungen drin, speziell wenn ich zum Beispiel die Persönlichkeit nehme. Zum Beispiel ist bei Autismus auffällig, dass man ein Spezialinteresse entwickelt. Das haben aber auch viele ADHS-Nasen, die sich in irgendetwas reinnerden. Und dann ist natürlich die Frage, wie prüfe ich so etwas ab? Und natürlich gibt es Leute, die haben ADHS oder ASS und kein unbedingtes Spezialinteresse. Muss auch nicht zwangsläufig auf irgendetwas Technisches sein oder auf Mathematik. Da kann es zum Beispiel auch auf Menschen, auf Menschen bezogen sein, dieser Hyperfokus. Das ist auch eine schöne Sache. (.)
Fabian: [00:07:57] Was kann ich denn unternehmen, wenn ich eine Diagnostizierung habe, die aber nicht anerkannt wird? Also was für Möglichkeiten stehen mir da zur Verfügung? (.)
Chris: [00:08:06] Heulen? Ja. Also es ist wirklich, es ist so schwierig vom Leidensdruck, dass man wirklich eigentlich erstmal gebrochen ist, weil man ja viel Zeit investiert hat. Sicherlich auch eine Hoffnung investiert, möchte ja Hilfe in dem Moment haben und kriegt sie nicht. Es hilft effektiv wirklich nur, sich eine anerkannte Stelle zu suchen. Und da möchte ich auch mal sagen, dass die Diagnostik an sich eine Kassenleistung ist. Also wenn ich die Zeit habe, sollte ich zu den typischen Großen gehen und man kriegt bei uns in den Online-Gruppen sofort gesagt, wenn irgendwo etwas frei ist. Das ist das Gute. (.)
Fabian: [00:08:37] Ja, spannend. (.) Komorbitäten finde ich noch ein spannendes Thema. Welche, ähm, welche total typischen Dinge tauchen eigentlich fast immer oder in ganz, ganz vielen Fällen mit auf?
Chris: [00:08:50] Also richtig typisch auf ADHS bezogen wäre die Impulskontrolle, die einem durchaus als Lösungsmittel den Job oder die Beziehung kosten kann. Also ein Impuls, den man nachgibt, wo man etwas sagt, was man anschließend sofort bereut. (..) Die Organisationsschwierigkeiten allgemein, dass man also, da braucht man auch keinen Kalender. Das sind Leute, die es nicht verstanden haben, die einem einen Kalender geben, sondern man braucht Techniken, um sich wirklich daran zu erinnern. Also überall Klebezettel, Checklisten, das sind Sachen, die funktionieren können. Dann haben wir sehr viel zu tun mit der Prokrastination, also auf Deutsch Aufschieberitis. So mache ich nicht heute, mache ich morgen. Insbesondere bei Formularen, wenn das um mein eigenes Geld geht, kann das natürlich sehr übel enden, wenn ich dann plötzlich meine Miete nicht mehr bezahlen kann oder ähnlich. (.) Und schlussendlich gibt es, ich muss jetzt auf jeden Fall noch ASS erwähnen als Komorbidität, also Autismus. (.) Schlussendlich gibt es sehr, sehr viele Komorbiditäten und wir haben eine Liste von ungefähr 50 Stück geschrieben, was aber auch nur ein Auszug ist. Es dürfte locker das Doppelte sein, also zum Beispiel Angststörungen fallen mir ein, auf jeden Fall, die gehören dazu. [00:09:51] Wir haben ganz viel mit Schlafstörungen zu tun. Wir haben viel mit Selbstwert, also mit mangelndem Selbstwert zu tun, gerade durch die Abwertung, die man die gesamte Zeit erfährt. Da haben wir auch sehr schöne Beispiele inzwischen, wie man, also wo man merkt, warum man eigentlich so schnell ausabgewertet wird. Da hätte ich ein sehr schönes Beispiel aus dem autistischen Sektor.
Fabian: [00:10:11] Ja, absolut. Also was, was ich an der, an der Diagnostizierung noch spannend finde, ist der Punkt, dass Betroffene in vielen Fällen ja nicht klar sagen können, ob es einen Leidensdruck gibt, weil sie sich selbst ja nicht anders kennen. Und wenn man sich anfängt, als möglicherweise Betroffener da reinzulesen oder sich darum zu kümmern, werden vielen Menschen, glaube ich, relativ schnell klar, dass es doch einen erheblichen Leidensdruck gibt. (.) Und daraus resultiert natürlich auch der Wunsch, doch recht schnell weiterzukommen. (..) Mit was für Wartezeiten muss man da rechnen oder wie kann man sich, wie kann man da möglichst schnell weiterkommen oder welche Möglichkeiten gibt es, da überhaupt möglichst relativ schnell Schritte in die richtige Richtung zu gehen? (.)
Chris: [00:11:00] Die Wartezeiten sind enorm. Ein Therapieplatz ist durchaus üblich, dass man Jahre darauf wartet. Also wir reden wirklich von mindestens einem Jahr. Man sagt bis zu drei Jahre. Ob das stimmt, kann ich jetzt nicht genau überprüfen. Da gibt es so zwei, drei Kliniken, die sich darauf spezialisiert haben. Man merkt eigentlich, dass es einen wahnsinnigen Mangel am Markt gibt, sowohl was die Therapie als auch was die Diagnostik angeht. Und sehr wenig Leute, die sich wirklich gut auskennen. Es gibt sehr viele, die meinen, sie können sich gut. Es darf sich auch jeder als Therapeut oder als Coach bezeichnen. Und es gibt da überhaupt gar keine Qualitätskontrolle, wo ich einen wahnsinnigen Mangel sehe. Und die Leute, die das Ganze auslöffeln am Ende, sind die Betroffenen. Gerade der Leidensdruck, den du angesprochen hast, der ist insofern halt schwierig, als dass man ihn erst im Vergleich mitbekommt. Das ist wie eine toxische Beziehung zu führen. Und wenn mir jeden Morgen auf den Fuß getreten wird, um ein harmloses Beispiel zu nehmen, dann würde ich erstens als Mensch nach 60 Tagen es vermissen, wenn ich nicht den Tritt auf die Füße kriege. Das ist schon mal, wie sind wir da eigentlich oben verschaltet, auch als typische Menschen. //
Fabian: Das ist unfassbar.// Und dann haben wir als zweites das Problem, dass ich erst, wenn ich einen Freund, eine Freundin habe, die mir sagt, [00:12:09] hey, es ist nicht normal, jeden Morgen auf die Füße getreten zu werden, dann merke ich, huch, da stimmt was bei mir nicht. Und dieser Leidensdruck, würde ich sagen, sind so typische Erkennungsmerkmale, Erkennungsmerkmale, dass wir in Gedankenspiralen verbringen, dass wir sehr, sehr viel denken dazu und auch Sachen zerdenken. Das geht also so weit, dass wir wirklich über Tage und Wochen uns überlegen, wie hat die Person das gemeint, dass wir uns unfassbar schnell angegriffen fühlen in bestimmten Bereichen, dass wir ja durch den Selbstwert, der oftmals mangelhaft ist, auch sehr schnell uns selber abwerten. Also wir sind selbst unsere größten Kritiker und dass wir erst einmal schauen müssen, wie wir zu einem gesunden Selbstbild kommen. Das ist eigentlich sehr, sehr entscheidend. Denn im Vergleich merkt man, dass die anderen irgendwie funktionieren. Man selber will ja eigentlich auch nur funktionieren und merkt aber, ich kann aber mich halt nicht länger als zwei, drei Stunden konzentrieren oder ich habe tausend Gedanken, die flüchten. Ich bin ja mega kreativ als ADHS da. Und wenn ich jetzt eine Wiese sehe, werde ich vermutlich nur ein paar Sekunden mit dieser Wiese bleiben, dann bei Vögeln sein, dann beim Himmel, dann beim Wetter. [00:13:11] Und wir sind eigentlich oftmals nicht doof. Und je schlauer du bist, umso mehr Zeit denkst du diese Sachen. (.)
Fabian: [00:13:20] Die Menschen, die in der Startergruppe auftauchen, was ist da so ein ganz typischer Fall? So ein ganz typischer Fall, wie du ihn teilweise im Wochentakt siehst oder erlebst?
Chris: [00:13:34] Also es gibt einmal die Personen, die einfach nach 20 Jahren erst merken, dass sie die ganze Zeit im Masking, also am Maskieren waren. und dieses Masking ihnen irrsinnig viel Energie geraubt hat. Das heißt, die haben jahrelang das Gefühl, gegen sich selbst zu arbeiten. Das ist so das eine, was wirklich auffällt. Das zweite, ich möchte es etwas parodieren an dieser Stelle. Nehmen wir mal einfach einen Klaus, der da hinkommt, der sagt dann, hallo, ich bin Klaus und ich habe ADHS. Und dann kennt man es aus dem Funken Fernsehen, dass dann irgendwie die ganze Gruppe schreiend sagt, hallo, Klaus, und ihn begrüßt. Und Klaus daraufhin kauert in Fotostellungen in der Ecke verbringt. So ist es nicht, sondern bei uns sind eigentlich die Vorträge eher (.) klare Ansammlungen von Skills, Aufklärungsarbeit, die wir leisten, wo wir auch weit weg von irgendwelchen Theorien sind. Also es soll alles klinisch anerkannt sein, was wir dort machen. Es hat auch eine fundierte Basis. Wir bilden uns laufend in diesem Sektor fort und haben ja auch alle auf Lebenszeit in der Leitung damit zu tun. Das ist übrigens die einzige Voraussetzung, in der Leitung bei uns zu sein, ist, dass man selbst betroffen ist. Vielleicht auch mal interessant für alle. Also wir wollen keine neurotypischen Menschen, [00:14:34] vielleicht für einen Vortrag mal, aber an sich nicht als Leitung. Ja, und das geht dann praktisch bis zu Leuten, die wissen, dass die ADHS haben, die zum Beispiel eine sehr frische Diagnose haben oder auf diese warten und sich von unseren Skills versprechen, um besser damit umgehen zu können. Wie viele in Prozent,
Fabian: [00:14:52] wie viele Menschen, die die Startergruppe besuchen, sind schon durch mit der Diagnose? (..)
Chris: [00:14:59] Also ich kann das nur grob schätzen. //
Fabian: Ich frage das auch gerne in die Gruppe manchmal rein.// So grob die Hälfte auf jeden Fall.
Fabian: [00:15:04] Interessant, ja. (..)
Chris: [00:15:06] Es sind auch oftmals Angehörige dabei, die, also finde ich auch super gut, die sich einfach schlau machen möchten, wie sie besser mit neurodivergenten Menschen umgehen können, wenn sie selbst neurotypisch sind. Dazu bieten wir auch über das Netzwerk Selbsthilfe gerne Kurse an. Und die sind immer gut besucht. Also wie kann ich quasi als neurotypischer Mensch besser mit solch einem unkontrollierten, emotionalen Menschen umgehen? Und das sind ja meistens unkontrollierte, hochemotionale Menschen, weil sie eben verletzt sind, weil sie eben ihre Erfahrungsbilder gemacht haben und nicht nochmal verletzt werden wollen. Wenn sie dann die Skills erarbeitet haben für sich selbst, dann merkt man wirklich, wie sich das ändert. Also ich finde, es gibt nichts Besseres, als sich gegebenenfalls um Medikation zu kümmern. Das ist optional. Aber in jedem Fall Skills zu erarbeiten, wie ich besser mit meinen Emotionen umgehen kann. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Fabian: [00:15:58] Ja, sehr gut. (.) Was ich noch spannend finde, ist, welche Strukturen funktionieren für dich und welche sind, wo gibt es wirklich unbedingt Handlungsbedarf? Wo muss unbedingt mehr Angebot ausgebaut werden? Und was funktioniert schon ganz gut? (.)
Chris: [00:16:17] Ich bin grundsätzlich Bremen sehr dankbar dafür, dass wir eine Förderung bekommen. Effektiv ist es so, dass die Arbeit im Ehrenamt, wenn man denn gemeinnützig ist, praktisch an wenigen Menschen hängen bleibt. Und wir bräuchten auf jeden Fall Hilfe im Backoffice-Bereich, um praktisch weitere Themen anbieten zu können. Ein riesiges Thema, was wir gerne mehr beleuchten würden, wäre so etwas wie Angst oder soziale Phobie oder eben auch Autismus. Das ist bei uns alles auch durchaus dabei. Da würde ich mir auf jeden Fall Handlungsbedarf wünschen, auf EU-Ebene oder auf zumindest Bremen-Ebene, Deutsche, wie auch immer. wir müssen irgendwie an Geld kommen. Und wenn es private Sponsoren sind, die selbst vielleicht betroffen sind, jede Spende, jedes Mitglied, was wir haben, verändert für uns einen Teil der Welt, wie wir an der Hilfe leisten können. Denn um in Zahlen zu sprechen, also wir haben jetzt gerade nach einem Jahr, unser Verein ist jetzt ein Jahr alt, da ist jetzt herausgekommen, bei der Berechnung, dass ich da privat drauf bezahlt habe. Und da sieht man eigentlich, was an diesem System falsch läuft. (.) Also was wären wir zum Beispiel auch ohne freiwillige Feuerwehr. (..)
Fabian: [00:17:20] Was treibt dich persönlich an, dass du dich so stark machst für dieses Thema? Was motiviert dich immer wieder, dich da einzubringen und alle möglichen Dinge in Bewegung zu setzen, damit es in dem Thema weitergeht?
Chris: [00:17:35] Die sehr kurze Antwort wäre, weil ich selbst stark betroffen bin. Viele, die mich dann sehen, verstehen das gar nicht so. So, der funktioniert, ja. Das ist ein riesiges Problem bei ADHS oder auch Autismus, dass man uns ja nur dann sieht, wenn wir schon die Wohnung verlassen haben. Wenn wir in Fötusstellung depressiv und kauern zu Hause liegen oder sitzen, da sieht uns ja niemand. Und deswegen, diese Aussage habe ich auch. Ja, ich habe es dauernd hunderte Male pro Minute und eine andere neurotypische Person kommt vielleicht ein paar Mal pro Tag ins Schwanken. Wir sind sehr, sehr kreativ, was auch für die Selbstkritik gilt. Und ich selber habe es gemacht, weil ich schlussendlich am Boden lag und gemerkt habe, dass mich ein typischer Job in der IT, in der ich zwar gutes Geld verdiene, aber mit dem Monitor verheiratet bin, mich extrem unter Druck setzt. Und irgendwann kam die Idee, was möchte ich im Leben erreichen? Ich möchte irgendwie natürlich etwas bewirken. Also ich bin kein Mensch, der zu Hause sitzen kann die ganze Zeit. Man kann sicherlich auch mal ein Spiel [00:18:36] für eine gewisse Zeit, sicherlich auch über ein paar Monate oder Jahre spielen. Aber auch das wird ja langweilig. Irgendwann hat man es durch, hat das Top Gear erreicht und dann reicht es. (.) Ich möchte irgendetwas bewirken. Ich möchte es aber möglichst mir selber planen und ich möchte nicht das Gefühl haben von meinen, ich sage mal 80 Jahren, in die ich lebe, 60 Jahre Steuern zu zahlen, um dann sozialverträglich abzuleben. Da kriege ich noch nicht mal einen Applaus von den Krankenkassen oder Rententrägern für. Und wenn ich überlege, dass das Rentenalter noch hochgesetzt werden soll, (.) das Renteneintrittsalter, fühle ich mich wirklich auf den Arm genommen als Person. Denn wenn ich 45 Jahre arbeite, nehmen wir an, ich gehe grob mit 20 Jahren, fange ich an zu arbeiten oder ich habe mal zwei, drei Jahre Lücke drin, ist ja egal, dann bin ich 65. Das heißt, mir wird ja nicht irgendwie ein Drittel meines Lebens oder ein Viertel für diese Sozialgesellschaft genommen, sondern mir wird das volle Leben genommen. Und es ist eine absolute Parodie, dass wir uns über irgendwelche idiotischen Dinge gegenseitig messen. So, wer hat das größere Haus? Wer hat das dickere Auto? Wir können uns eher fragen, wer ist gesünder? Wer ist glücklicher? Und das fehlt in dieser Gesellschaft komplett. [00:19:36] Es gibt so viele Leute, die die ganze Zeit nur arbeiten. Mir fällt der Begriff aus Japan dafür nicht ein. Da gibt es einen speziellen Begriff, wenn man auf Arbeit stirbt. Ja, und wir kommen immer mehr dahin, dass wir sagen, wir definieren uns über die Arbeit. Das heißt, wir arbeiten anderen Leuten zu, die sich die Tasche vollstecken, zahlen dafür Steuern, wie die Deppen, merken wir gerade wieder am Sprit, und tauschen besser gesagt unsere Gesundheit gegen Geld ein. Die Leute, die vielleicht auch Probleme haben gesundheitlich, das sind die Leute, die auf der Strecke bleiben. Und die werden systematisch klein gehalten. Das merken wir an allen Ecken und Enden. Jetzt, wo wieder irgendwelche Dinge im Krankensystem gekürzt werden, die ersten, die gekürzt werden, das sind die Schwerbehinderten, die sich am schlechtesten wehren können. Und dieses Prinzip stößt mir sehr sauer auf. Und das ist der Grund, warum ich das mache, um hier ein klares Zeichen zu setzen und hoffentlich mich auch sowohl medial als auch politisch gut zu vernetzen, damit wir dagegen vorgehen können. Denn momentan gibt es zwar so ein paar Dinge, wie zum Beispiel die S3-Ladine, die von verschiedensten Vereinen gemacht werden. das ist eine Richtlinie. [00:20:36] Das ist ja gar nicht eine gesetzliche Vorgabe, das zu machen, sondern das ist eine Möglichkeit, die S3-Ladlinie zu nutzen. Wir müssten aber auf jeden Fall ein Qualifikationsverfahren haben für Diagnostiker, für Therapeuten. Wir müssten ein Kontrollsystem dafür haben. Wir müssten unbedingt ein Netz haben, was Leute aufhängt. Ich rede jetzt mal sehr, sehr frei. Wenn ich von Alkoholikern spreche, weiß jeder, hey, es gibt Entzugskliniken. Für ADHS gibt es da echt denkbar wenig, wo mir gezeigt wird, wie ich eigentlich besser mit mir selber umgehen kann. und das würde ich mir wünschen, dass wir spezielle Kliniken haben. Das geht darum, dass am Ende sollte es sich natürlich jeder leisten können irgendwo, aber es geht mir darum, dass wir praktisch Skills vermitteln, ähnlich wie in der Schule, wenn wir, dass wir dann lernen müssten in der Schule, wie wir mit Geld umgehen oder wie wir mit Emotionen umgehen. So müssten wir eben auch ab der Schule schon lernen, wenn wir im Neurodivergenten sind, wie wir besser damit umgehen können.
Fabian: [00:21:26] Ja, finde ich gut. Was mich jetzt gerade noch interessieren würde, ist, nochmal ein bisschen weiter wieder zurück zur Diagnose oder zur Diagnostizierung. Da gibt es ja bestimmt so Mythen, (.) die einfach komplett falsch sind oder so Informationen, die sich so rumtragen oder rumsprechen, die einfach komplett falsch sind und die man wahrscheinlich, (.) nehme ich mal an, die du zu gerne aus der Welt schaffen würdest, falsche Annahmen. Was, was fällt dir da so ein? Was, was, was nehmen Leute an? Woran ich zum Beispiel denke, ist, es ist ja nichts wirklich Typisches. Kann ja, kann ja in alle Richtungen ausge, ausgeformt sein und etwas, was bei dem einen ADHS-Typ ganz normal ist, könnte bei dem anderen, also, weißt du, was ich meine? Also, welche, welche Fehler, welche Annahmen sind einfach komplett falsch?
Chris: [00:22:21] Also, das, woran ich zuerst denken musste gerade, ist, dass ADHS sich ja verwächst im Alter. Das verwächst sich überhaupt nicht. das wächst sich nicht aus. Das ist einfach nur blöd, diese Theorie. Das Gegenteil ist der Fall. Wie wir alle vielleicht wissen, ist, dass wir im Alter etwas ruhiger werden, tatsächlich. Man könnte auch sagen, (.) etwas temperamentloser oder unenergetischer. Und das ist natürlich für ADHS ein absoluter Segen. Also, aus diesem Überfeuern komme ich vielleicht mal in die Normalität rum, aber ADHS ist ja auch typischerweise eine Spätentwicklung. Das ist inzwischen ja auch, soweit gibt es dazu die ersten Studien, die das bestätigen. Und wenn ich natürlich als Spätentwickler erst mit 30 oder 40 Jahren, wir sind ja beide hier über 40, dann merke, oh, ich hätte eigentlich das Ganze auch schon vor 10 oder 20 Jahren gerne gehabt, merkt man, was man für Zeit verloren hat. Das ist wirklich sehr, sehr fies. und insofern wäre es also das eine, dieses, ja, das verwächst sich, das ist absoluter Quatsch. Ich würde sogar fast ins Gegenteil gehen, nämlich, obwohl ich energieloser werde, [00:23:25] wird es im Alter nicht unbedingt leichter, weil ich immer mehr Kompensationstechniken erlernen muss, um besser damit umzugehen, um vielleicht dann auch eben diese Energielosigkeit, je nachdem, was man für ein Typ ist, zusätzlich ausgleichen zu können. (…)
Fabian: [00:23:40] Ich selbst bin ja sensibilisiert worden auf das Thema, (.) weil mich jemand darauf angesprochen hat. (.) Ich finde das selbst unheimlich schwer, mir zu überlegen, ob ich Menschen in meinem Umfeld darauf anspreche. (.) Auch wenn ich bei dem einen oder anderen vermeintlich auch einen gewissen Leidensdruck erkennen mag und so weiter. Ich finde das ein sehr schwieriges Thema, auch für Angehörige oder Menschen, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und vielleicht annehmen, dass jemand aus dem eigenen Umfeld betroffen sein könnte. (..) Was fällt dir dazu ein? (.) Also ich bin, ich muss dazu sagen, ich bin unendlich dankbar, dass ich darauf angesprochen wurde, weil sonst könnte es gut sein, dass ich immer noch unerkannt damit rumlaufe und meine Päckchen größer und komplizierter werden. (..) Und es ist aber, es ist einfach ein schwieriges Thema, finde ich, weil es natürlich auch wahnsinnig persönlich ist. [00:24:41] was fällt dir dazu ein? (.)
Chris: [00:24:44] Ja, also zum einen kann man sagen, dass es wichtig ist, dass wir das weiter in die Welt tragen, dass es das gibt und viel mehr für Anerkennung sorgen. Das ist nicht so, dass man ein bisschen ADHS hat, sondern es ist ein riesiges Problem im Kopf, was einen fertig macht auf Dauer. Und deswegen ist es ja auch als Behinderung anerkannt. Also es gibt einen Grad der Behinderung. (.) und ich glaube, das, was ich mir wünschen würde, wäre halt, dass mehr Leute darüber sprechen, dass es intensiver bekannt wird, das ganze Thema. (.) Ich glaube, das wäre so der Hauptpunkt, dass man erst mal sich darum kümmert, dass wirklich jeder das kennt und dass auch jeder weiß, hey, es ist wirklich ein Problem für diese. Also wenn jemand einen Fuß gebrochen hat, sehe ich das an, dann kriege ich da einen Gips. Wenn jemand psychische Krankheiten hat, sehe ich das dieser Person nicht zwangsläufig an. (..)
Fabian: [00:25:33] Ja, finde ich gut. (.) Wie ist deine Einschätzung? Wie geht die Gesellschaft so? Oder was hat sich da so getan in der Gesellschaft? Also meinst du schon, dass da vieles in die richtige Richtung geht, was so Informationsfluss angeht oder überhaupt der Umgang von Menschen, die diese Thematik oder mit dieser Thematik dann zu tun haben, mag es im beruflichen Alltag sein, aber auch im privaten? Also meinst du, da geht schon vieles in die richtige Richtung oder muss da auch noch viel Aufklärungsarbeit und Informationsfluss stattfinden?
Chris: [00:26:04] Ich glaube, dass wir immer mehr Diagnosen haben, weil wir immer mehr darauf achten und weil wir immer mehr sensibilisiert sind. Also dieses Ausschussprinzip, dass irgendwelche Leute gemobbt werden oder ähnliches haben, findet hoffentlich etwas weniger inzwischen statt. Es wird mehr darauf geachtet und ja, (.) das würde ich mir halt auch weiter wünschen, dass es weiter läuft. Also ich mag Menschen, die eher auf ihre Emotionen setzen, die eher darauf sagen, ich möchte glücklich sein im Leben, ich möchte mich selber erstmal auch richtig kennenlernen. Statt dann irgendwie nur noch auf Karriere aus zu sein, denn letztendlich, egal welchen Geldschein sie im Mund haben, sind die Augen zu. Irgendwann liegt man halt im Sarg. Was bringt einen an der Geldschein im Mund?
Fabian: [00:26:43] Ja. (.) Und was, was ich jetzt auch gerade noch überlegt habe, ist, du wirst ja sicherlich auch mit Menschen zu tun haben, die wahrscheinlich sich angefangen haben zu informieren, vielleicht dann irgendwann eine Diagnose bekommen haben, vielleicht dann auch den Zugang zur Medizin bekommen haben. und du wirst da sicherlich auch Menschen lange verfolgt haben oder lange gesehen haben über Monate, Jahre. Wie ist deine Einschätzung? Konnte vielen wirklich effektiv geholfen werden? (..)
Chris: [00:27:15] Ja, wenn die Personen dazu bereit sind, dieses anzunehmen. Also das Gleiche gilt auch für das Coaching. Es gibt sehr, sehr viele Bereiche des Coachings, der Therapie und ähnlich. Da gibt es auch super viel Wissen, was wir hier gerne verteilen können. Da gibt es so tiefenpsychologische Sachen, die eigentlich gar keine Wirksamkeit bisher zeigen. dann gibt es Systeme, die gar nicht anerkannt sind. Da fällt mir so eine Klopftherapie oder sowas an, die durchaus aber bei den einzelnen Personen auch gut helfen kann. Erst recht zum Beispiel dann, wenn man keine Medikamente nehmen kann oder möchte, wie auch immer. Und ich glaube, wenn die Personen, also ich kann von mir selber sagen, in dem Moment, wo ich angefangen habe, mich sehr intensiv damit zu beschäftigen, was länger gedauert hat. (..)
Fabian: [00:27:57] Ja, also so als Testaufnahme fand ich das heute schon mal ganz gut. Die Technik scheint zu stehen, dass wir so nochmal gucken, ob sich das alles so anhört, wie wir uns das wünschen. Auf jeden Fall hat das auch echt Spaß gemacht, muss ich sagen. Also im Großen und Ganzen würde ich sagen, ziemlich gut gelaufen schon mal. Und genau, was würdest du sagen? Wie ist deine Einschätzung?
Chris: [00:28:17] Also ich fand es auch soweit schön. Wir suchen natürlich Leute, die sich noch interviewen lassen möchten. Gerne auch die andere Selbsthilfegruppen leiten. Das wäre auch sehr interessant. Und ich schulde es natürlich uns allem zu sagen, wer uns unterstützen möchte. (.) Die kann super gerne auf spektrum-störung.de gehen und dort Mitglied werden. Kostet 10 Euro im Monat. Das ist die Mitgliedsgebühr. Und dann unterstützen wir uns hier sehr doll. Ich möchte mich bei dir auch erstmal bedanken, Fabian, dass du es so gut vorbereitet hast hier. Und ich denke auch, das kann etwas sehr Schönes werden.
Fabian: [00:28:50] Unbedingt. (.) Gut. Dann fehlt noch ein Jingle und ein bisschen drumherum. Aber wir sind, glaube ich, auf guten Wegen unterwegs. Ja. Sehr gut. Danke.
Chris: [00:29:00] Tschüss. Tschüss. (..) Abonniert gerne diesen Channel und unterstützt uns, wenn ihr möchtet, mit einer Mitgliedschaft bei spektrum-störung.de. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.


Schreibe einen Kommentar